TierarztpraxisThorsten Schröder

Krankheiten und deren

Vorsorgemöglichkeiten

beim Hund

 

Staupe

Die Staupe ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, an der nicht nur Hunde, sondern auch marderartige Tiere erkranken können. Das Staupevirus ist eng verwandt mit unserem Masernvirus.
Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken damit andere Hunde an. Innerhalb einer Woche nach der Ansteckung bekommen die Hunde Fieber, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht. Diese kann sich durch drei sehr unterschiedliche Symptomenkomplexe äußern, die einzeln, aber auch in Kombination auftreten können:
Nervenform: Diese verursacht z.B. Lähmungen, Bewegungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Verhaltensänderungen.
Darmform: Diese äußert sich mit mehr oder weniger heftigem Durchfall und Erbrechen.
Lungenform: Diese kann sich durch einfachen Husten über eitrigen Nasenausfluß bis hin zu einer Lungenentzündung darstellen.
Die Stärke der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und kann bleibende Schäden hinterlassen (Veränderungen an den Zähnen und Fußballen, epileptische Anfälle u.a.) oder gar tödlich enden.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

Leptospirose

Die Leptospirose ist eine Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird, die Leptospiren heißen. Die Ansteckung kann durch den Urin infizierter Hunde erfolgen, aber auch über Ratten an Tümpeln, Seen, Pfützen und feuchten Böden. Die Leptospirose kann Nieren- und/oder Leberschäden hervorrufen, gelegentlich aber auch symptomlos verlaufen. Infizierte Tiere können monate- bis jahrelang hin und wieder Leptospiren über den Urin ausscheiden. Diese Bakterien können auch andere Tiere sowie den Menschen befallen ! der Hund ist jedoch für diese Erkrankung besonders anfällig, deshalb ist eine Impfung gegen Leptospirose besonders wichtig.
Die Impfung muss jährlich wiederholt werden.

Parvovirose, Katzenseuche des Hundes

Diese Erkrankung ist eine ebenfalls sehr ernstzunehmende Viruserkrankung. Einmal in den Körper gelangt, befallen die Parvoviren vor allem sich schnell teilende Zellen, wie Immun- (Abwehr-)zellen und Darmepithelzellen, und zerstören diese. Die schlimme Folge ist ein sehr starker, oft blutiger Durchfall, häufig in Kombination mit Erbrechen, mit oft tödlichem Ausgang. Bei jungen Welpen in den ersten zwei Lebenswochen werden eher die Herzzellen angegriffen, weshalb es zu plötzlichen Todesfällen kommen kann. Ein großes Problem stellt die monate- bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Parvoviren in der Umgebung dar. Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze- und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so dass die Krankheitserreger mit besonderen Maßnahmen bekämpft werden müssen. Eine Ansteckung kann aufgrund der starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen, aber auch einfach durch eine infizierte Umgebung. Bei Katzen existiert im Prinzip die gleiche Erkrankung (Panleukopenie oder Katzenseuche), die entsprechenden Katzenviren sind jedoch für den Hund ungefährlich.
Eine Impfung sollte jährlich erfolgen

 

Hepatitis

Hepatitis contagiosa canis (HCC), ansteckende Leberentzündung des Hundes
Die HCC ist eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung, die besonders Hunde, u. a. aber auch Füchse befallen kann. Hunde infizieren sich meist durch den Kontakt mit anderen Hunden oder deren Körperausscheidungen (Urin, Kot, Speichel). Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In Folge treten Bauchschmerzen auf, die durch den aufgekrümmten Rücken oder durch die starke Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen deutlich werden können. Auch Erbrechen und Durchfall sind häufige Symptome. Seltener kommen Krämpfe vor. Vor allem bei Welpen verläuft die Erkrankung oft tödlich. Je älter die Tiere werden, desto milder kann die Erkrankung verlaufen.
Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

Tollwut

Die Tollwut ist sicher die bekannteste und gefürchtetste unter den beschriebenen Erkrankungen. Alle Säugetiere und Vögel sind gefährdet. Die Tollwut äußert sich durch Gehirnentzündung. Eine Übertragung erfolgt meist mit dem Speichel durch den Biß. Von der Bißstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschließend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen, von denen aus das Unheil wiederum seinen Lauf nimmt.....Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger stark ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen über Aggression hin zur Depression mit Lähmungserscheinungen gehen (tierartliche Unterschiede). Die Erkrankung endet meist tödlich, Behandlungsversuche erkrankter Tiere sind gesetzlich verboten. Auch tollwutverdächtige Tiere können getötet werden, es sei den man kann eine gültige Tollwutimpfung nachweisen.

Seit einiger Zeit hat der Impfstoff eine Zulassung von 3 Jahren.
Die Impfung kann, muss also nicht jährlich wiederholt werden.

Zwingerhusten

Beim Zwingerhusten führen mehrere ungünstige Faktoren zum Ausbruch der Krankheit. Einmal sind es Erreger wie Bordetellen un das Parainfluenza-Virus. Aber auch klimatische Bedingungen wie Zugluft oder Feuchtigkeit begünstigen das Ausbrechen. Geschwächte bzw. gestresste Hunde können sich gegenseitig durch direkten Kontakt anstecken. Die Erkrankung fängt meistens mit Nasen-bzw. Augenausfluss und trockenem Husten an. Bei Nichterkennen kann sich der Zustand bis zur Lungenentzündung verschlimmern. Die Krankheit ist auch unter ärztlicher Betreuung langwierig.

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Ab wann sollte geimpft werden??
Im Prinzip können Welpen ab der 6. Lebenswoche geimpft werden. In den ersten vier Lebensmonaten eines Hundes ist es dann erforderlich, mehrfach gegen die oben genannten Krankheiten zu impfen um eine so genannte Grundimmunisierung und damit einen sicheren Impfschutz für das erste Lebensjahr zu erlangen.
Nach der Grundimmunisierung reicht dann eine jährliche Auffrischung.

Sprechen Sie uns an - Wir beraten Sie gerne.

 

 

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